Der Anbieter von Smartphones Palm geht langsam dem Ende zu. Im letzten Quartal 2008 hat Palm mehr als 50% weniger Einkommen gebucht. Die Aktie fiel im Vergleich zum letzten Jahr um fast 80%. Das Unternehmen verbrennt Gelder und verliert nicht nur immer mehr Marktanteile an Apple (IPhone) und Research in Motion (Blackberry), sondern auch an weitere Herstellern wie Samsung und Nokia (Windows Mobile). Während das Unternehmen vor zwei Jahren Marktanteile von 23% hielt, hält es heute gerade noch 8%.
Ein kurzer Rückblick zu dieser Katastrophe: Blackberry hat frühzeitig seine Position im Business-Sektor als Smartphone erfolgreich platziert. Fast alle Nutzer von Apple-Computern sehen ihre Möglichkeit sich ihrem Apple-Betriebssystem anzupassen, indem sie das kompatible IPhone dazukaufen. Dagegen bevorzugen viele Nutzer von Windows-Betriebssystemen auch das hauseigene Betriebssystem Windows Mobile auf dem Smartphone. Doch Palm scheint mit seinem Betriebssystem eher alleine dazustehen. Der Zug scheint mittlerweile längst abgefahren zu sein, Palm-Geräte gehören immer mehr zum Antiquariat.
Die letzte Chance, um den Markt wieder für sich zu gewinnen sah Palm in seinem neuen Betriebssystem, das im Januar 2009 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt wurde. Vielleicht mag es den meisten Konsumenten aufgefallen sein, dass diese Nachricht keine allzu große Verbreitung gefunden hat, wenn auch die Aktie einen leichten Aufstieg erlebt hat (von €1,13 auf derzeit €5,83 - die Aktie lag in 2001 bei ca. €580,00).
Das Unternehmen hat noch ca. 215 Millionen Dollar an Geldern übrig und verbrannte im letzten Quartal ca. 33 Millionen. Der größte Geldgeber war bislang das Privat Equity unternehmen Elevation, das $325 Millionen an Palm gepumpt hat und nun das Ende miterleben darf. Aber selbst Elevation kämpft unter den extremen Wirtschaftsverhältnissen und konzentriert sich derzeit lieber auf wachsende Märkte, wie beispielsweise an sein derzeit stärkstes Unternehmen Electronic Arts. Sehr unwahrscheinlich also, dass Palm in der Zukunft noch Gelder für weitere Rettungsaktionen zur Verfügung haben wird. Unter diesen Umständen könnte Palm bereits Mitte 2010 die Luft ausgehen.

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